Hauhechel-Bläuling
Grundverschiedenes Aussehen von Männchen und Weibchen
Autorin: Elisabeth Faber, Hobbyfotografin, Freiburg im Breisgau
Der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) zählt zu den Tagfaltern und gehört zur Familie der Bläulinge. Von Frühjahr bis Herbst lohnt sich an warmen und sonnigen Tagen die Suche nach dem Falter auf Wiesen, an Wegrändern oder anderen blütenreichen Standorten.

Aussehen
Beim Männchen leuchten die Flügeloberseiten blau bis violett-blau. Der Rand sieht dunkel aus und ist von einem feinen weißen Saum begrenzt.

Beim Weibchen erscheint die Flügeloberseite braun und besitzt orangefarbene Flecken am Rand der Hinterflügel.

Beide Geschlechter haben eine graubraune bis bräunliche Flügelunterseite mit auffälligen schwarzen, weiß umrandeten Punkten und orangefarbenen Randflecken.

Entwicklung des Schmetterlings
Das Weibchen legt die Eier an Blättern und Stängeln von Schmetterlingsblütlern ab – bevorzugt an Hauhechel, Wicken oder Kleearten wie Hornklee. Nach 5 bis 7 Tagen entsteht die Raupe, die sich von Blättern der oben genannten Pflanzen ernähren. Sie verpuppt sich nach 3 bis 4 Wochen an der Futterpflanze nah am Boden. 9 bis 15 Tage später schlüpft der Schmetterling. Er sucht Schmetterlingsblütler zum Trinken von Nektar auf. Die Lebensdauer eines erwachsenen Hauhechel-Bläulings beträgt 13 bis 26 Tage.
Namensgebung
Der wissenschaftliche Name „Polyommatus icarus“ verbindet zwei Dinge: Der Gattungsname „Polyommatus“ bedeutet der „Vieläugige“ und bezieht sich auf die Ozellen, die augenförmigen Flecken der Schmetterlingsflügel. Der zweite Namensteil bezieht sich auf den fliegenden Ikarus, dem Sohn des Dädalus. Gegen väterlichen Rat flog Ikarus weit hoch in den blauen Himmel und stürzte in der Sonnenhitze ab. Der zoologische Name „Ikarus“ für den Bläuling kann sich auf das leicht und frei fliegenden Wesen des Schmetterlings oder auf die Farbe seiner blauen Flügel beziehen, die dem Himmelsblau ähnelt.
Der deutsche Name „Hauhechelbläuling“ setzt sich aus zwei biologischen Erklärungen zusammen. „Hauhechel“ bezieht sich auf die Pflanzengattung Hauhechel, von denen sich die Raupen ernähren. Der zweite Namensteil beschreibt die Familie der Bläulinge, zu der der Falter gehört. Der Name leitet sich von der blauen Oberseite der Flügel ab, die vor allem bei männlichen Faltern vorkommen.
Gern hätte ich einen Hauhechel-Bläuling auf seiner namensgebenden Pflanze fotografiert. Mein Foto zeigt hier Hauhechelblüten, die auf den Besuch des Bläulings warten.

https://nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/tagfaltermonitoring/tagfalter-nrw/22977.html
https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/schmetterlinge/steckbriefe/tagfalter/hauhechel-blaeuling/
https://www.naturadb.de/tiere/polyommatus-icarus/
https://www.mein-biotop.de/artensteckbriefe/falter/hauhechel-blaeuling
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